Hey ihr Lieben,

dieses mal gibts einen Urlaubseintrag. Ja, richtig gehört. Wir hatten Urlaub! Und wir haben so einiges Erlebt. Das fing damit an das ich ja schon eine Woche vor Markus Urlaub hatte. Die Woche hab ich dafür genutzt einfach mal zu chillen und hab ein bisschen was erledigt wie z. B. mal wieder zum Friseur gehen und unser Zimmer auf Vordermann zu bringen. Denn wenn unsere deutschen Gäste kommen, werden wir dort zu viert hausen. Deshalb musste der Schreibtisch verschwinden. Das ging schnell und wir hatten Platz für die Luftmatratze. Am Sonntag morgens um 5 war es dann auch soweit und wir haben Iris und Annika vom Flughafen abgeholt. Die beiden waren ziemlich platt und hatten einen Kälteschock (morgens hatte es 8 Grad, in Frankfurt sind sie mit über 30 gestartet). Aber uns war klar das dieser Tag nicht mit schlafen verbracht werden konnte, denn 1. hatten wir nur 3 Tage in Melbourne und 2. bekommt man sonst leicht nen Jetlag und ist total verballert. Also gab es für diesen Tag reichlich Programm. Nach einem reichhaltigen Frühstück und ner Dusche für die beiden sind wir auf die Lavendelfarm gefahren, langsam sollten wir Provision dafür bekommen denn jeder unserer Besucher war mittlerweile dort und haben Scones gegessen. Es war schön den beiden unseren ehemaligen Arbeitsplatz zu zeigen und es gefiel ihnen gut. Danach gabs ne leckere heiße Schokolade bei der Chocolate Mill (dort werden Pralinen und viel anderes Schokoladiges hergestellt). Und zum Schluss sind wir mit ihnen zu den Mill Markets gefahren, ein Klassiker und einer der coolsten Orte überhaupt. Ihr könnt euch das so vorstellen, es ist eine große Halle in der es Buchten gibt wo man als Privatperson seine Sachen verkaufen kann. Die sind alle Nummeriert sodass man nicht dabei stehen muss und es gibt dann auch nur eine Kasse wo das Erwirtschaftete einsortiert wird. Es ist immer wieder mega spannend was man so findet und es macht spaß sich dort umzusehen. Dieses Mal waren auffällig viele gruselige Puppen vor Ort. Abends haben wir noch unser klassisches Willkommensessen gekocht: Känguru-Burger! Das ist doch mal ein Grund uns zu besuchen ;-D

Am nächsten Tag sind wir in die Stadt und sind auf den Eureka Tower hochgefahren, das ist das höchste Gebäude in Melbourne und man hat einen atemberaubenden Blick über die ganze Stadt. Danach gabs ne Stadtführung, damit die Mädels auch ein bisschen was lernen. Abends haben wir uns mit Annikas Bekannten getroffen, die hat sie bei ihrem Working holiday vor ein paar Jahren in Neuseeland kennengelernt. Geendet hat der Abend in der „Berlin Bar“. Das ist eine Bar die in West und Ostdeutschland aufgeteilt ist. Am Eingang wird man von Hitler begrüßt (ohne scheiß) und im Klo ist eine riesige Tapete vom Schloss Neuschwanstein. Sehr interessant… Aber die Getränke waren echt gut! Man konnte sich verschiedene Cocktails mit Gin aussuchen und wir waren echt überrascht wie lecker die waren. Auch hier in Australien ist Gin mega hipp!

Den letzten Tag in Melbourne verbrachten wir lokal. Zum Frühstück ging es nach Brighton direkt an den Strand in ein nettes Cafe das auf unserer morgentlichen Laufstrecke liegt. Mit vollem Magen sind wir dann die Glen Huntly Road auf und ab geschlendert (das ist die Hauptstraße vor unserer Haustüre wo es ganz viele verschiedene Läden gibt). Nachmittags sind wir dann noch in die 4 Pillars Gin Destillerie gefahren und haben leckeren Gin probiert. Abends wurden dann wieder alle 7 Sachen gepackt da es am nächsten Tag nach Perth ging.

Am nächsten Morgen pilgerten wir zu viert an den Flughafen, alle mit Backpack auf dem Rücken und kleinem Rucksack am Bauch. Manche Leuten haben ziemlich blöd geglotzt als wir aus unserem Haus rausgelaufen sind. Ausm Weg, die Germans kommen! Der Flug betrug ganze 4,5 Std (innerhalb eines Landes, …. krass oder?), und wir haben sogar 2 Stunden geschenkt bekommen (kleines Rätsel für ganz aufmerksame. Wenn es in Melbourne 10 Uhr ist, wie spät ist es dann in Perth? der Gewinner bekommt eine Überraschung). Vom Flughafen aus ging es zum Camperverleih wo wir unsere „Wohnungen“ für die nächsten Tage abgeholt haben. Der erste Campingplatz war in Fremantle, einem Vorort von Perth indem es viele nette Cafes gibt. Am nächsten Tag wollten wir eigentlich nach Rottnest Island fahren, leider war es aber so windig und regnerisch das keine Fähre ging (was ungefähr 2 mal im Jahr passier, natürlich ausgerechnet wenn wir fahren wollen :-D). Stattdessen haben wir Fremantle erkundet und uns das Gefängnis angeschaut, außerdem mussten wir dringend einkaufen und unsere Vorräte auffüllen.

Glücklicherweise war das Wetter am nächsten Tag genial und wir konnten mit der Fähre auf die 20 km entfernte Insel fahren. Auf Rottnest Island gibt es keinen Verkehr, nur ein paar Busse die um die Insel fahren und faule Touristen herumkutschieren. Wir haben uns für den abenteuerlichen Weg entschieden und uns ein Fahrrad gemietet. Insgesamt sind es um die 29 km wenn man die Insel umrundet, was wir getan haben. Und ich würde wirklich jedem Empfehlen das zu machen. Die Insel ist wunderschön, es gibt viele schöne Strände, Felsen, Buchten (was die Insel im Sommer zu einem Paradies macht). Und es gibt die Quokkas. Das ist eine kleine Känguruart die es nur auf Rottnest Island gibt, auf dem Festland sind sie ausgestorben. Wenn man sie genauer betrachtet sieht es so aus als ob sie grinsen was sie zum perfekten Selfieobjekt macht…Bilder folgen 😀

Nach unserem sportlichen Tag auf der Insel wollten wir jetzt aber endlich los in die unendliche Weite Western Australias. Direkt nachdem wir zurück bei unseren Campern waren ging es los, in den 1,5 Std. entfernten Yanchep National Park (unsere Reise ging ausschließlich in den Norden, dem Sommer entgegen denn in Perth war es zwar etwas wärmer als in Melbourne, aber nur ein paar Grad). Dort angekommen wurden wir schon von den Einheimischen begrüßt. Auf dem Weg zum Campingplatz sind Kängurus auf der Straße rumgehüpft, es war auch schon dunkel…wir sind glücklicherweise langsam gefahren! Merke: nicht im dunkeln fahren! Der Platz war wunderschön und günstig (13 Dollar pro Person), sogar mit neuen sanitären Anlagen. Für den Preis unschlagbar! Am nächsten Morgen haben wir die im Park ansässigen Koalas besucht bevor es on the road ging.

Nächster Stop waren die Pinnacles, das ist eine gelbe Wüste mit alten versteinerten Baumstämmen. Sehr cool um Fotos zu machen, alles sieht aus wie aus dem Senfglas. Unser Ziel des Tages war Geralton, das ist die Größte Stadt zwischen Perth und Darwin (das liegt im Northern Territory und ist ungefähr einen Wochentrip entfernt… nur um mal zu zeigen das Western Australia der größte Staat in Australien ist). Wir haben uns im Vorfeld schon einen Campingplatz ausgesucht den wir dann Angefahren haben. Es war aber schon so spät das die Rezeption schon zu hatte. Aber man konnte mit einem Telefon Kontakt zu jemandem aufnehmen der dann nur kurz die Kreditkarteninfos wollte. Dann sollte man einen vierstelligen Pin in einen Safe eingeben und sich den Umschlag mit der Nummer 76 rausholen. Dort seinen dann alle Infos und Toilettenschlüssel….haha echt bizarr! Sowas hab ich noch nie erlebt. Aber es hat alles geklappt und wir haben einen Platz bekommen. Das Beste war das der Platz direkt am Strand war und wir einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen haben!!!

Am nächsten Tag wollten wir Kilometer machen, von Geralton aus waren es 431 Kilometer bis Monkey Mia, einem schönen Ort wo man Delfine sehen kann. Dort haben wir 2 wunderschöne Tage verbracht, das Wetter war schön und warm sodass wir uns Kajaks ausgeliehen haben und ein bisschen gepaddelt sind. Morgens ab 8 wurden die Delfine gefüttert…nein nicht wirklich. Monkey Mia legt großen Wert darauf das die Delfine ihrer eigenen Natur nachgehen und die Bevölkerung aufzuklären. Es werden pro Delfin nur 3 Fische verfüttert und die Delfine verspüren auch keinen Zwang jeden Tag zu kommen. An einem Morgen waren 2 Stück da und am nächsten 3, wobei man bis zu 5 Stück weiter weg im Meer rumspringen gesehen hat. Wir konnten wieder zwei wunderschöne Sonnenuntergänge sehen die in Western Australia ja bekanntlich atemberaubend sind. Nach 2 Tagen im Paradies mussten wir eine Entscheidung treffen, denn Markus und ich hatten nur noch 2 Tage mit den Mädels. Wir mussten nochmal 2 Tage für die Rückfahrt einrechnen da unser Flug von Perth aus zurück nach Melbourne ging. Also haben wir einen gemütlichen Platz auf einer Farm ausgesucht wo es sogar ne heiße Quelle mit 2 Becken gab. Das ganze war etwas im Outback und wir konnten abends ein schönes Feuer machen. Dumm war nur das wir vergessen hatten Bier zu kaufen und die nächste Möglichkeit ungefähr 150 km weit weg gewesen ist. Außerdem hatten wir den ganzen Tag über viele Fans die uns immer gefolgt sind (Fliegen….die vor allem gerne ins Gesicht gehen). Und auch diese zwei Tage vergingen wie im Flug. Dann war es auch so weit und es wurde good bye gesagt. Echt ein komisches Gefühl!

Markus und ich haben uns dann wieder auf den Rückweg gemacht, bis Perth waren es 830 km die wir innerhalb von 2 Tagen zurücklegen mussten. Doch mit einem Zwischenstop und Übernachtung bei einem See und einer kleinen Stadttour in Geralton sind wir wieder im Yanchep Nationalpark gelandet wo wir unseren Camper geputzt haben. Am letzten Tag sind wir dann früh morgens los um noch auf die Fremantle Markets zu gehen und ein bisschen rumzuschlendern. Dann ging es auch schon an den Flughafen und zurück nach Melbourne das seinem Wetter mal wieder alle Ehre gemacht hat. Wir wurden stürmisch mit Regen empfangen! Als dann auch noch der Zug nicht gefahren ist und der Ersatzzug auch nicht mussten wir auf nen Bus umsteigen. Aber letztendlich haben wir es geschafft und sind nun wieder im guten alten Elsternwick. Home sweet home.

Seit Montag arbeiten wir beide wieder. Meine Kinder haben sich mega gefreut mich wieder zu sehen und Lauren, die Mama war auch froh mich wieder zu haben. Und als kleines Bonbon gabs dann noch ne Gehaltserhöhung! Yeah, so macht das Arbeiten spaß!

 

Ach ja, Falls ihr auf den kommenden Bildern eine Brille seht, ihr habt euch nicht getäuscht. Also, ich bin jetzt Brillenträger. Also Teilzeit, manchmal auch den ganzen Tag.

Viele liebe Grüße

Die Schmids

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