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Schwabe und Bayerin Down under

Kategorie: Roadtrip

HOLIDAY

Hey ihr Lieben,

dieses mal gibts einen Urlaubseintrag. Ja, richtig gehört. Wir hatten Urlaub! Und wir haben so einiges Erlebt. Das fing damit an das ich ja schon eine Woche vor Markus Urlaub hatte. Die Woche hab ich dafür genutzt einfach mal zu chillen und hab ein bisschen was erledigt wie z. B. mal wieder zum Friseur gehen und unser Zimmer auf Vordermann zu bringen. Denn wenn unsere deutschen Gäste kommen, werden wir dort zu viert hausen. Deshalb musste der Schreibtisch verschwinden. Das ging schnell und wir hatten Platz für die Luftmatratze. Am Sonntag morgens um 5 war es dann auch soweit und wir haben Iris und Annika vom Flughafen abgeholt. Die beiden waren ziemlich platt und hatten einen Kälteschock (morgens hatte es 8 Grad, in Frankfurt sind sie mit über 30 gestartet). Aber uns war klar das dieser Tag nicht mit schlafen verbracht werden konnte, denn 1. hatten wir nur 3 Tage in Melbourne und 2. bekommt man sonst leicht nen Jetlag und ist total verballert. Also gab es für diesen Tag reichlich Programm. Nach einem reichhaltigen Frühstück und ner Dusche für die beiden sind wir auf die Lavendelfarm gefahren, langsam sollten wir Provision dafür bekommen denn jeder unserer Besucher war mittlerweile dort und haben Scones gegessen. Es war schön den beiden unseren ehemaligen Arbeitsplatz zu zeigen und es gefiel ihnen gut. Danach gabs ne leckere heiße Schokolade bei der Chocolate Mill (dort werden Pralinen und viel anderes Schokoladiges hergestellt). Und zum Schluss sind wir mit ihnen zu den Mill Markets gefahren, ein Klassiker und einer der coolsten Orte überhaupt. Ihr könnt euch das so vorstellen, es ist eine große Halle in der es Buchten gibt wo man als Privatperson seine Sachen verkaufen kann. Die sind alle Nummeriert sodass man nicht dabei stehen muss und es gibt dann auch nur eine Kasse wo das Erwirtschaftete einsortiert wird. Es ist immer wieder mega spannend was man so findet und es macht spaß sich dort umzusehen. Dieses Mal waren auffällig viele gruselige Puppen vor Ort. Abends haben wir noch unser klassisches Willkommensessen gekocht: Känguru-Burger! Das ist doch mal ein Grund uns zu besuchen ;-D

Am nächsten Tag sind wir in die Stadt und sind auf den Eureka Tower hochgefahren, das ist das höchste Gebäude in Melbourne und man hat einen atemberaubenden Blick über die ganze Stadt. Danach gabs ne Stadtführung, damit die Mädels auch ein bisschen was lernen. Abends haben wir uns mit Annikas Bekannten getroffen, die hat sie bei ihrem Working holiday vor ein paar Jahren in Neuseeland kennengelernt. Geendet hat der Abend in der „Berlin Bar“. Das ist eine Bar die in West und Ostdeutschland aufgeteilt ist. Am Eingang wird man von Hitler begrüßt (ohne scheiß) und im Klo ist eine riesige Tapete vom Schloss Neuschwanstein. Sehr interessant… Aber die Getränke waren echt gut! Man konnte sich verschiedene Cocktails mit Gin aussuchen und wir waren echt überrascht wie lecker die waren. Auch hier in Australien ist Gin mega hipp!

Den letzten Tag in Melbourne verbrachten wir lokal. Zum Frühstück ging es nach Brighton direkt an den Strand in ein nettes Cafe das auf unserer morgentlichen Laufstrecke liegt. Mit vollem Magen sind wir dann die Glen Huntly Road auf und ab geschlendert (das ist die Hauptstraße vor unserer Haustüre wo es ganz viele verschiedene Läden gibt). Nachmittags sind wir dann noch in die 4 Pillars Gin Destillerie gefahren und haben leckeren Gin probiert. Abends wurden dann wieder alle 7 Sachen gepackt da es am nächsten Tag nach Perth ging.

Am nächsten Morgen pilgerten wir zu viert an den Flughafen, alle mit Backpack auf dem Rücken und kleinem Rucksack am Bauch. Manche Leuten haben ziemlich blöd geglotzt als wir aus unserem Haus rausgelaufen sind. Ausm Weg, die Germans kommen! Der Flug betrug ganze 4,5 Std (innerhalb eines Landes, …. krass oder?), und wir haben sogar 2 Stunden geschenkt bekommen (kleines Rätsel für ganz aufmerksame. Wenn es in Melbourne 10 Uhr ist, wie spät ist es dann in Perth? der Gewinner bekommt eine Überraschung). Vom Flughafen aus ging es zum Camperverleih wo wir unsere „Wohnungen“ für die nächsten Tage abgeholt haben. Der erste Campingplatz war in Fremantle, einem Vorort von Perth indem es viele nette Cafes gibt. Am nächsten Tag wollten wir eigentlich nach Rottnest Island fahren, leider war es aber so windig und regnerisch das keine Fähre ging (was ungefähr 2 mal im Jahr passier, natürlich ausgerechnet wenn wir fahren wollen :-D). Stattdessen haben wir Fremantle erkundet und uns das Gefängnis angeschaut, außerdem mussten wir dringend einkaufen und unsere Vorräte auffüllen.

Glücklicherweise war das Wetter am nächsten Tag genial und wir konnten mit der Fähre auf die 20 km entfernte Insel fahren. Auf Rottnest Island gibt es keinen Verkehr, nur ein paar Busse die um die Insel fahren und faule Touristen herumkutschieren. Wir haben uns für den abenteuerlichen Weg entschieden und uns ein Fahrrad gemietet. Insgesamt sind es um die 29 km wenn man die Insel umrundet, was wir getan haben. Und ich würde wirklich jedem Empfehlen das zu machen. Die Insel ist wunderschön, es gibt viele schöne Strände, Felsen, Buchten (was die Insel im Sommer zu einem Paradies macht). Und es gibt die Quokkas. Das ist eine kleine Känguruart die es nur auf Rottnest Island gibt, auf dem Festland sind sie ausgestorben. Wenn man sie genauer betrachtet sieht es so aus als ob sie grinsen was sie zum perfekten Selfieobjekt macht…Bilder folgen 😀

Nach unserem sportlichen Tag auf der Insel wollten wir jetzt aber endlich los in die unendliche Weite Western Australias. Direkt nachdem wir zurück bei unseren Campern waren ging es los, in den 1,5 Std. entfernten Yanchep National Park (unsere Reise ging ausschließlich in den Norden, dem Sommer entgegen denn in Perth war es zwar etwas wärmer als in Melbourne, aber nur ein paar Grad). Dort angekommen wurden wir schon von den Einheimischen begrüßt. Auf dem Weg zum Campingplatz sind Kängurus auf der Straße rumgehüpft, es war auch schon dunkel…wir sind glücklicherweise langsam gefahren! Merke: nicht im dunkeln fahren! Der Platz war wunderschön und günstig (13 Dollar pro Person), sogar mit neuen sanitären Anlagen. Für den Preis unschlagbar! Am nächsten Morgen haben wir die im Park ansässigen Koalas besucht bevor es on the road ging.

Nächster Stop waren die Pinnacles, das ist eine gelbe Wüste mit alten versteinerten Baumstämmen. Sehr cool um Fotos zu machen, alles sieht aus wie aus dem Senfglas. Unser Ziel des Tages war Geralton, das ist die Größte Stadt zwischen Perth und Darwin (das liegt im Northern Territory und ist ungefähr einen Wochentrip entfernt… nur um mal zu zeigen das Western Australia der größte Staat in Australien ist). Wir haben uns im Vorfeld schon einen Campingplatz ausgesucht den wir dann Angefahren haben. Es war aber schon so spät das die Rezeption schon zu hatte. Aber man konnte mit einem Telefon Kontakt zu jemandem aufnehmen der dann nur kurz die Kreditkarteninfos wollte. Dann sollte man einen vierstelligen Pin in einen Safe eingeben und sich den Umschlag mit der Nummer 76 rausholen. Dort seinen dann alle Infos und Toilettenschlüssel….haha echt bizarr! Sowas hab ich noch nie erlebt. Aber es hat alles geklappt und wir haben einen Platz bekommen. Das Beste war das der Platz direkt am Strand war und wir einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen haben!!!

Am nächsten Tag wollten wir Kilometer machen, von Geralton aus waren es 431 Kilometer bis Monkey Mia, einem schönen Ort wo man Delfine sehen kann. Dort haben wir 2 wunderschöne Tage verbracht, das Wetter war schön und warm sodass wir uns Kajaks ausgeliehen haben und ein bisschen gepaddelt sind. Morgens ab 8 wurden die Delfine gefüttert…nein nicht wirklich. Monkey Mia legt großen Wert darauf das die Delfine ihrer eigenen Natur nachgehen und die Bevölkerung aufzuklären. Es werden pro Delfin nur 3 Fische verfüttert und die Delfine verspüren auch keinen Zwang jeden Tag zu kommen. An einem Morgen waren 2 Stück da und am nächsten 3, wobei man bis zu 5 Stück weiter weg im Meer rumspringen gesehen hat. Wir konnten wieder zwei wunderschöne Sonnenuntergänge sehen die in Western Australia ja bekanntlich atemberaubend sind. Nach 2 Tagen im Paradies mussten wir eine Entscheidung treffen, denn Markus und ich hatten nur noch 2 Tage mit den Mädels. Wir mussten nochmal 2 Tage für die Rückfahrt einrechnen da unser Flug von Perth aus zurück nach Melbourne ging. Also haben wir einen gemütlichen Platz auf einer Farm ausgesucht wo es sogar ne heiße Quelle mit 2 Becken gab. Das ganze war etwas im Outback und wir konnten abends ein schönes Feuer machen. Dumm war nur das wir vergessen hatten Bier zu kaufen und die nächste Möglichkeit ungefähr 150 km weit weg gewesen ist. Außerdem hatten wir den ganzen Tag über viele Fans die uns immer gefolgt sind (Fliegen….die vor allem gerne ins Gesicht gehen). Und auch diese zwei Tage vergingen wie im Flug. Dann war es auch so weit und es wurde good bye gesagt. Echt ein komisches Gefühl!

Markus und ich haben uns dann wieder auf den Rückweg gemacht, bis Perth waren es 830 km die wir innerhalb von 2 Tagen zurücklegen mussten. Doch mit einem Zwischenstop und Übernachtung bei einem See und einer kleinen Stadttour in Geralton sind wir wieder im Yanchep Nationalpark gelandet wo wir unseren Camper geputzt haben. Am letzten Tag sind wir dann früh morgens los um noch auf die Fremantle Markets zu gehen und ein bisschen rumzuschlendern. Dann ging es auch schon an den Flughafen und zurück nach Melbourne das seinem Wetter mal wieder alle Ehre gemacht hat. Wir wurden stürmisch mit Regen empfangen! Als dann auch noch der Zug nicht gefahren ist und der Ersatzzug auch nicht mussten wir auf nen Bus umsteigen. Aber letztendlich haben wir es geschafft und sind nun wieder im guten alten Elsternwick. Home sweet home.

Seit Montag arbeiten wir beide wieder. Meine Kinder haben sich mega gefreut mich wieder zu sehen und Lauren, die Mama war auch froh mich wieder zu haben. Und als kleines Bonbon gabs dann noch ne Gehaltserhöhung! Yeah, so macht das Arbeiten spaß!

 

Ach ja, Falls ihr auf den kommenden Bildern eine Brille seht, ihr habt euch nicht getäuscht. Also, ich bin jetzt Brillenträger. Also Teilzeit, manchmal auch den ganzen Tag.

Viele liebe Grüße

Die Schmids

Kurzurlaub und Alltagstrott

Hallo liebe freunde der guten Volksmusik,

nach langer Zeit kommen klimpere auch ich mal wieder auf den Tasten.  Nach dem Anstrengenden Umzugswochenende wollten wir uns eigentlich mal erholen, denkste. Das nächste Wochenende ( für mich ein ganzer Tag, wow) haben wir dann Edd und Izzie geholfen ihr Rooftent (Dachtest) auf ihr Auto zu befestigen. Zuvor sollte es jedoch neue Schienen für für die Dachträger geben, etwas das eben dafür geeignet ist. Der wohl bekannteste/beste?! Hersteller von diesen Träger Systemen ist Rhino Racks. Freundlicher weise haben die beiden sich zuvor schon darüber informiert und uns dann mitgeteilt das Sie für uns auch gleich ein system mitbestellt  haben (da wir unseres auch erneuern wollten). Grund für die Bestellung was das man es deutlich günstiger bekommt. Anfangs waren wir ein wenig angesäuert das wir nicht gefragt wurden aber im hinterher waren wir dann doch dankbar richtig Dachträger auf dem Auto zu haben.

…Samstag…

Der Termin um die Träger Systeme auf das Dach zu machen war um 10Uhr. Um 9.30 Uhr bekamen wir eine Nachricht das Edd gerade beim Frühstück ist und Izzie duschen ist (Fahrzeit von denen zu uns mit den Öffentlichen ca. 30min). Wir waren zuvor schon einkaufen und haben alle dinge erledigt die wir für die Nächste Woche brauchen. Also gut, der Termin wurde dann verschoben, auf 11Uhr. Bis die beiden dann kamen waren wir noch Tanken und haben unser Zelt vom Dach geholt. Beide waren mehr oder weniger Besoffen bzw. hatten einen Kater, toll… Beide haben die situation unterschätzt und waren gegen mittag dann schon mit den Nerven am Ende, da Sie dachten es geht Ruck zuck so ein Zelt aufs Dach zu bauen… Denkste… Gegen 22Uhr war das „wunder“ dann vollbracht und beide Zelte waren auf den Dächern. Bin echt froh das niemand geweint hat ;)!

…Arbeit >> Wochenende  — Stop–

Das nächste Wochenende sollte dann etwas besonderes werden, ich hatte ganze 3 Tage frei. Grund dafür ist die Queen (Danke). Die hatte nämlich am Montag Geburtstag was hier ein Feiertag ist. Habe kurzerhand in der Arbeit gesagt das ich mal  frei brauche. Unser Wochenend Trip war schon länger geplant, es sollte in den Wilsons Promotory Nationalpark gehen. Der Süd-östlich von Melbourne gelegene Nationalpark zählt zu den schönsten im Land. Wunderschöne Stände, sehr viele wilde Tiere und Atemberaubende Wanderungen können hier gemacht werden. Es tat einfach gut mal ein Wochenende campen zu gehen. Nach 2,5 stündigem fahren waren wir auch schon da und konnten unser camp aufbauen. Die Zelte waren dann schnell aufgebaut und wir konnten uns noch im hellen umschauen und zum Strand laufen. Und seit langem konnten wir dann mal wieder den schönen Sternenhimmel betrachten der uns in der Stadt leider verwehrt wird da es viel zu hell ist. Es war sehr beeindruckend da der Nationalpark sehr abgelegen ist und ähnlich wie eine Insel mit einer kleinen Verbindung zum Festland ist. Daher gibt es dort viele Tiere zu sehen. Als wir in unserem Camp gesessen sind und eine Runde Karten gespielt haben, ist ein Wombat aus versehen gegen Izzies Fuß gelaufen. Und man ist so manchem Possum auf dem Weg zum Klo begegnet. Die Nächte waren trotz winterlichen Temperaturen ( so um die 8 Grad) dank unserem Schlafsack und zusätzlichen Decken angenehmer als Gedacht. Ein Highlight unseres Trips war die Wanderung zum Mount Oberon. Der Aufstieg hat ca. 2 Stunden gedauert und wir hatten einen atemberaubenden Blick auf den Strand und einen Teil des Nationalparks. Alles in allem ein schöner Ausflug mit vielen Wombats, Kängurus und sogar wilden Emus. Definitiv unser Lieblingsnationalpark in Victoria.

IMG_0143 Jenny hatte von ihrer  Chefin Kinokarten geschenkt bekommen, da sie diese nicht mehr Nutzen konnten bevor sie Ablaufen. Die haben wir letztes Wochenende eingelöst … es war ein ganz besonderes Erlebnis. Denn es waren Karten für die sogenannte „Gold Klasse“.  Das find schon damit an das man zu einem gesonderten Eingang gehen muss, was dann ein eigenes kleines Kino mit verschiedenen Sälen ist. Man wird dann in ein Foyer gebracht wo man sich dann verschiedene Getränke, Speisen und Süßigkeiten bestellen kann, die werden dann während des Films zu einem gebracht. Nachdem man das dann gemacht hat, wird man von einem Kellner zu seinen Sitzen gebracht. Das Kino hatte nur 30 Sitze. Jeder Sitz ist elektrisch Verstellbar und man hat ein kleines Tischchen zwischen sich auf dem dann das Bestellte gebracht wird. Also wirklich ein Erlebnis. Und der Film war auch klasse (Solo).

Und noch ein kleines Update bei Jennys Familie bei der sie Arbeitet: Das Baby ist am Sonntag, 17. Juni auf die Welt gekommen. Jenny darf sich demnächst auch um die kleine Lucy Charlotte kümmern.

Noch 16 Wochen bis zum Melbourne Marathon…

Viele grüße und ne Gute Woche wünschen wir euch 🙂

Die letzten Tage als Heimatlose

Halli hallo miteinander!

 

Letzte Woche haben wir unseren Campingtrip gestartet. In Glenolyn auf dem rießen Gelände wo unter andem auch der Ponny-Club der Gemeinde trainiert, haben wir schöne und ruhige 4 Tage verbracht. Es gab dort zwar nur ein Klo, aber auch einen Wasseranschluss. So konnten wir unsere neue Solardusche ausprobieren. Und was soll man groß sagen, sie funktioniert. Nur zum Haarewaschen, zumindest bei längeren, ist sie nur bedingt geeignet.

 

 

 

Die Jobsuche geht trotz des Campingtrips natürlich weiter. Letzte Woche hat Markus sich auf eine Stelle in einem Laden beworben, der Handys repariert. Und prompt eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen. Das ist diesen Donnerstag (1. Februar) und der Laden befände sich sogar in Laufdistanz zu unserer Wohnung. Mal sehen was sich daraus ergibt.

Glenolyn ist nur 10 fahrminuten von Daylesford entfernt. Daher hat sich ein Ausflug dahin angeboten und viele Erinnerungen mit sich gebracht. Wer es nicht weiß, Daylesford ist nicht weit weg von der Lavendelfarm auf der wir fast 4 Monate gearbeitet haben. Meistens sind wir nach Daylesford zum einkaufen gefahren weil es dort den nächsten Supermarkt gibt. Außerdem befinden sich dort die „amazing mill markets“. Das ist eine Art riesen große Halle wo lauter Trödel/Klamotten/Möbel usw verkauft werden. Ein Paradies für jeden der gerne auf den Flohmarkt geht (Jenny :-)). Generell ist es in Australien nicht schwer einen second hand Laden zu finden. Meistens gibt es in jedem größeren Kaff einen der oft sogar ziemlich gut sortiert ist. Manchmal hat es zwar auch total den Schrott dabei und man fragt sich ob man auf dem Sperrmüll gelandet ist.  Aber mit der Aussicht demnächst einen festen Wohnsitz zu haben, kann man sich schon das ein oder andere Teil leisten. Man muss ja dann keinen Rucksack mehr schleppen und der Arbeitgeber freut sich bestimmt über wechselnde Outfits 😉

Nach den 4 Tagen in Glenyon haben wir uns auf den Weg Richtung Ballarat gemacht. Dort gab es auch wieder einen Park in einem kleinen Kaff wo man gegen Spende übernachten kann. Und es gab sogar eine dusche, was ziemlich selten ist. Wie ihr schon merkt zieht es uns nicht auf die normalen Campingplätze, dort zahlt man ab 30$ aufwärts pro Nacht und das versuchen wir zu umgehen indem wir lieber alternative Plätze suchen wo man spendet und so eine Gemeinde unterstützt.  Dort ist meistens weniger los und man kann ganz spontan ohne buchen zu müssen auftauchen.

Am Sonntag haben wir uns mit Robin, unserer Mitbewohnerin getroffen um mit ihr alle nötigen Unterlagen für unseren Einzug auszufüllen. Davor waren wir noch in Bacchus Marsh, wo ganz viel Obst und Gemüse angebaut wird und man z. B. Erdbeeren pflücken kann. An dem Tag hatte es 37 Grad, da ging das pflücken gaaaanz schnell!

Von Robin aus sind wir dann nach Point Leo gefahren. Hier sind wir in einem kleinen Nationalpark untergebracht der direkt am Strand liegt. So konnten wir die 37 Grad noch bei einem Sprung ins Meer genießen. Leider ist es in der Nacht auch nicht richtig Abgekühlt, es hatte immer noch 30 Grad. Da half es auch nicht alle Fenster im Zelt aufzureissen. Leider ist das Wetter gestern dann ganz umgeschlagen und jetzt haben wir noch kühle 18 Grad. Letzte Nacht hat es so arg geregnet das wir schon dachten wir werden weggeschwemmt. Aber unser Zelt ist dicht! Echt der Hammer! Hätten wir nicht erwartet. Wir haben gestern Nachmittag noch den Vorbau drangemacht und der ist auch dicht.

So können wir sogar bei Regen im trockenen sitzen und kochen. Das war ja beim letzten mal immer ein großes Problem (2013/14). Sobald es da angefangen hat zu regnen blieb uns nix anderes übrig als ins Auto zu sitzen oder irgendwo einen Park zu suchen wo es eine Überdachung gab wo man dann kochen konnte. Es war zwar einfacher weil man sein Bett nicht mehr aufbauen musste, aber das Zelt ist jetzt auch innerhalb von 10 Minuten fertig aufgebaut. Hat alles seine Vor und Nachteile, aber wir sind mit unserer Lösung gerade sehr happy.

Manche von euch fragen sich vielleicht wo wir eigentlich die Plätze finden wo man so günstig oder oft auch kostenlos Übernachten kann. Es gibt da eine ganz praktische App die sich wikicamps nennt. Die kann man sich runterladen ( kostet glaub einmalig 5€ oder so) und da findet man dann alles mögliche von normalen Campingplätzen über Parks, Zeltplätze, Touristeninfo usw. Und das gute ist das dort Preise, Kommentare anderer Leute und was es vor Ort gibt (Wasser, Dusche, Strom,…) aufgelistet ist. Echt super!

 

Bis zum nächsten mal! Viele Grüße an alle

J&M

Eine ziemlich durchwachsene Woche

Hallo Miteinander,

wir hoffen euch geht es gut. Also ich leg jetz mal gleich los damit ihr auf dem Laufenden seit.

Am Sonntag haben Markus und ich uns den royal botanical garden in Melbourne angeschaut. Der ist wirklich rießen groß und bietet einige schöne Flecken wo man sich niederlassen kann um ein Buch zu lesen oder sich entspannen kann. Wir haben es uns nicht nehmen lassen und uns ein paar leckere Scones gegönnt. Abends sind dann Lacey, Riley und Brian zu Dave gekommen (um es kurz zu erklären, die beiden führen sowas wie eine Fernbeziehung und sehen sich meist nur am Wochenende, Dave hat Montag und Dienstag frei) und wir haben gemeinsam einen Film geschaut.

Montags haben wir uns auf Wohnungssuche gemacht und eine sehr interessante Anzeige gefunden, die wir dann gleich Kontaktiert haben. Wir konnten uns die Wohnung und unser Zimmer abends gleich anschauen und haben sorfort gemerkt das die Chemie zwischen uns und Robin (Hauptmieterin der Wohnung, Krankenschwester, war schonmal mit einem Deutschen zusammen und hat mit ihm bei Freising gewohnt) stimmt. Sie hat diese Woche noch ein paar andere Besichtigungstermine aber würde sich ende der Woche bei uns melden. Leider hat uns der Preis dann doch etwas geschockt da sie plötzlich die Miete anstatt halbieren, dritteln wollte. Abends haben wir mit unseren englischen Muttersprachlern noch eine Nachricht verfasst die klar ausdrücken sollte das wir uns das nicht leisten wollen so viel für ein Zimmer zu zahlen aber trotzdem sehr interessiert sind. Lacey nimmt solche Sachen sehr gerne in die Hand und kann gut auf den Punkt kommen wo wir teilweise einfach zu backpacker-englisch formulieren würden.

Am nächsten Tag war es dann so weit. Wir haben uns auf den Weg zu den AUSTRALIAN OPEN gemacht. Um 10 haben wir uns mit Dominik am Federation Square getroffen. Er hatte am Wochenende zuvor schon ein paar Trainingsspiele angeschaut, daher haben wir ihn als Reiseleiter ernannt da er sich schon auf dem Gelände auskannte. Der Tag war sehr interessant und es hat mega Spaß gemacht bei den Spielen live dabei zu sein. Es gibt insgesamt 3 große Arenas ( Rod Laver, Magret Court, Hisense Arena) und mindestens 20 kleine Plätze und überall ist was los. Teilweise muss man auch anstehen wenn ein hochrangigeres Spiel kommt. Aber wir haben leider keinen Tennisstar gesehen. Wir haben fast den ganzen Tag in der Sonne verbracht und uns immer gut eingecremt, trotzdem hatte Markus abends einen krassen Sonnenbrand an ein paar stellen die er vergessen hat. Im Laufe des Tages hatte sich Robin auch noch gemeldet und gemeint das wir es wohl falsch verstanden hätten und sie uns das Angebot machen kann 309 Dollar pro Woche zu zahlen. Da waren wir ziemlich happy und haben gleich deutlich gemacht das wir das Angebot gern annehmen und hoffen das sie uns auswählt. Sie meinte sie werde ihre Entscheidung Ende der Woche treffen.

Aua aua aua aua….

Am Mittwoch war der große Tag gekommen. Wir konnten unser Auto abholen. Es kam zwar nicht ohne Probleme durch den Tüv (Handbremse und Bremsklötze mussten nachgebessert werden) aber es waren keine dramatischen Beanstandungen. Mit dem Zug ging es nach Dandenong wo uns dann der nette Verkäufer vom Bahnhof abgeholt hat. Bei ihm dangekommen haben wir noch gemeinsam die Papiere vorbereitet und das Überschreibungspapier für VIC Roads bekommen. Hier ist das so das man die Versicherung für 3, 6, oder 12 Monate bezahlt. Steuer gibt es hier nicht extra zu zahlen. Die Laufende Versicherung kann dann einfach auf eine andere Person übertragen werden. Dazu muss man einfach in ein VIC roads Büro gehen. Jedoch hängt der Preis der Übertragung vom Wert bzw. Verkaufspreis des Autos ab. Es ist aber gänging das man da bescheisst und einfach weniger reinschreibt. Im großen und ganzen hat das überschreiben 130 Dollar anstatt ca. 350 gekostet.

Wir haben ja berichtet das wir ein Schnäppchen mit einem Rooftop-tent und einem Roof-rack mit Awning (Dachträger + Sonnensegel) gemacht haben. Das haben wir damals bestellt und beim Händler lagern lassen bis wir unser Auto haben. Und nun war es an der Zeit es abzuholen. Dafür sind wir nach Lilydale gefahren wo der Laden ist. Als wir angekommen sind haben wir schon überall Schilder gesehen das man auf dem Gelände von dem Laden nicht montieren darf. Unser Ziel war es aber alles gleich zu montieren da wir keinen Anhänger oder so haben um es zu transportieren. Der burschenhafte Verkäufer meinte nur wir sollen um die Ecke gehen (pralle Sonne), da können wir es machen. Helfen kann uns aber keiner. Also sind wir mit unseren Sachen um die Ecke gefahren ( mit einer Sackkarre da der Dachträger ca 40 kg und das Zelt 65 kg wiegt). Markus war an dem Tag eh nur mit langem Pulli unterwegs da sein Sonnenbrand ziemlich krass aussah, deshalb war es doppelt so heiß für ihn. Ich hatte meine Kappe nicht dabei und mir in der Not meinen Pulli um den Kopf gebunden um einigermaßen von der Sonne geschützt zu sein. So begann die deutsche Ingeneursarbeit. Sagen wir es so, es wurde viel geflucht und teilweise konnten wir den schwarzen Dachträger kaum anfassen weil er so heiß war. Nach ungefähr 3 Stunden hatten wir den Dachträger montiert und es war klar das wir keine Nerven hatten auch noch das Zelt zu montieren. Mit viel gequetsche und gefluche haben wir die Schachtel mit dem Zelt dann im Auto verstaut ( 2 Passanten meinten „das geht da nicht rein“) Aber wir hatten es geschafft! Aber wie sollte es jetzt weitergehen? Eigentlich war geplant die Woche bis Sonntag noch bei Dave in der Stadt zu verbringen und dann loszufahren um zu campen. Wenn wir aber in der Stadt sind haben wir keinen Platz das Zelt aufs Auto zu bauen, da Dave in einem Hochhaus wohnt und es da keine Einfahrt mit Platz gibt. Kurzerhand haben wir Lacey angerufen und uns für den nächsten Tag angekündigt. Abends haben wir noch unsere Sachen gepackt und am donnerstag Morgen ging es los nach Bendigo.

Testaufbau

Am Donnerstag haben wir weitere 4 Stunden (Grund dafür war die dämliche Beschreibung die hälfte Vergessen oder nur am Rande erwähnt hat) für den Aufbau des Zeltes gebraucht und konnten abends unser Werk stolz bestaunen und probeliegen. Trotzdem wollten wir uns noch den Rat eines Fachmannes einholen um wirklich sicher zu sein das unsere Konstruktion auch straßentauglich ist. Am Freitag haben wir deshalb einen Campingspezialisten (ARB-Geschäft) aufgesucht und unser Werk präsentiert. Leider war die Resonanz nicht so rosig da unsere Dachträger (die fest am Auto moniert sind) nicht mehr die besten sind. Es wurde uns empfohlen das ganze Teil wegzuschmeissen und neue draufzubauen ( wir haben nur 2 und es sollten 3 sein) damit unser Träger und Zelt gut transportiert werden können und nicht plötzlich abfallen falls wir auf unbefestigten Straßen unterwegs sind. Vorerst geht es noch so aber in der Zukunft sollen wir noch ca. 1000 Dollar investieren (Spendenkonto wird eröffnet). Ziemlich frustriert sind wir dann nach Hause gefahren und wollten uns eigentlich nur noch verkriechen. Aber die schlechte Laune wurde schnell wieder aufgebessert. Robin hat sich gemeldet um uns zu verkünden das wir ihre neuen Mitbewohner sind. JUHUUUUU. Ab 2. Februar können wir bei ihr einziehen! Wir feuen uns schon sehr drauf. Die Wohnung ist wirklich schön und das Zimmer das wir beziehen ist bis auf den Einbauschrank noch nicht eingerichtet….Bilder folgen wenn wir einziehen. Ach ja, und eine Thermo-Mix-Einweisung bekommen wir auch da die Gute einen niegel-nagel-neuen Besitzt.

So, das Auto war jetzt Camping-fertig. Zelt ist drauf, jetzt brauchen wir nur noch den Rest. Den gibt es hier ziemlich günstig zu kaufen. Am Samstag haben wir unsere Einkaufstour gemacht und Gaskocher, Pfanne, Kochlöffel, Schöpfer, Stühle, Tisch, Solardusche und alles was man noch so braucht gekauft und in Boxen verstaut.

So haben wir dann gestern doch unsere Campingtour gestartet. Der erste Stop ist in Glenlyon auf einem rießen Gelände wo eine Rennbahn und Pferdestrecke ist. Abends kommen ca. 40 Kangurus auf eine Wiese und grasen. Dort kann man für eine Spende von 5 Dollar pro nacht pennen. Es gibt sogar Klos und fließend Wasser. Die erste Nacht im Zelt haben wir auch überlebt und sind begeistert. Nachts konnten wir noch irgendwelche Tiere über uns im Baum klettern hören, das war schon ein bisschen gruselig.

Yummi

1. Campspot

Känguru

Jetzt tun bestimmt eure Augen schon weh vom lesen. Deshalb mach ich jetzt mal Schluss.

Viele liebe Grüße

Markus und Jenny

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